Keywords für deine Internetseite
Erstmals erschienen im März 2014, im Oktober 2026 neu geschrieben.
Ein Keyword ist das, was jemand in eine Suchmaschine tippt. 2014 stand an dieser Stelle eine Liste mit Hunderten solcher Begriffe von A bis X, und der Rat lautete, sie möglichst oft im Text zu wiederholen. Beides ist überholt. Suchmaschinen erkennen heute, worum es auf einer Seite geht, auch wenn das gesuchte Wort nur einmal oder in einer anderen Form vorkommt.
Geblieben ist die Aufgabe dahinter: Du musst wissen, mit welchen Worten deine Kunden suchen. Es sind oft andere als deine eigenen.
Erst die Fragen, dann die Wörter
Schreib auf, was Kunden am Telefon und per E-Mail fragen. Ein Schreiner spricht von «Innenausbau», seine Kunden suchen «Einbauschrank nach Mass». Eine Physiotherapeutin schreibt «manuelle Therapie», gesucht wird «Nackenschmerzen was hilft».
Diese Liste aus dem Alltag ist mehr wert als jedes Werkzeug, weil sie zeigt, wie Leute reden, bevor sie dein Fachwort kennen.
Wo du Suchbegriffe findest
- Google Search Console. Der Bericht «Leistung» zeigt, bei welchen Suchanfragen deine Website schon erscheint und wie oft geklickt wird. Kostenlos, und die Daten stammen direkt von Google.
- Die Vorschläge im Suchfeld. Tippe den Anfang einer Frage ein und lies, was Google ergänzt. Das sind Anfragen, die tatsächlich gestellt werden.
- Die Fragen in den Suchergebnissen. Unter den ersten Treffern blendet Google oft verwandte Fragen ein. Jede davon ist ein möglicher Zwischentitel.
- Der Keyword-Planer von Google Ads. Er zeigt, wie oft ein Begriff im Monat gesucht wird, bei Konten mit wenig oder ohne Werbeausgaben oft nur als grobe Spanne. Du brauchst dafür ein Konto bei Google Ads mit hinterlegten Zahlungsdaten.
- Die Suche auf deiner eigenen Website. Was Besucher dort eintippen, haben sie auf Anhieb nicht gefunden.
Was will die Person, die sucht
Hinter jedem Suchbegriff steckt eine Absicht. Wer «Welpe beisst» sucht, will einen Rat. Wer «Hundeschule Frauenfeld» sucht, will einen Anbieter in der Nähe. Wer «Hundeschule Frauenfeld Welpenkurs anmelden» tippt, will buchen.
Schau dir an, was Google zu einem Begriff zeigt. Stehen dort Ratgeber, brauchst du einen Ratgeber. Stehen dort Anbieter mit Karte, brauchst du eine Angebotsseite und ein gepflegtes Unternehmensprofil. Eine Verkaufsseite zu einer Ratgeberfrage hat es schwer.
Lieber genau als gross
Für «Schuhe» wird ein kleiner Laden nie vorne stehen, und wer das sucht, weiss selbst noch nicht, was er will. «Wanderschuhe für breite Füsse» wird viel seltener gesucht, aber wer es tippt, steht kurz vor dem Kauf.
Solche längeren, genauen Suchanfragen sind der Platz, an dem kleine Websites gewinnen. Seit immer mehr Leute ihre Frage in ganzen Sätzen an einen KI-Assistenten stellen, gilt das erst recht. Mehr dazu im Beitrag über SEO, AEO und GEO.
Ein Thema pro Seite
Ordne jedem Thema genau eine Seite zu. Zwei Seiten zum selben Begriff nehmen sich gegenseitig den Platz weg.
Auf dieser Seite gehört der Begriff an vier Stellen:
- in den Seitentitel, siehe Title-Tag einer Webseite
- in die Hauptüberschrift
- in den ersten Absatz
- in die Adresse der Seite
Danach schreibst du für Menschen. Verwandte Begriffe und Antworten auf Anschlussfragen bringen mehr als die zehnte Wiederholung. Google wertet gehäufte Keywords als Spam.
Ins Meta-Tag «keywords» gehören die Begriffe nicht. Warum, steht im Beitrag Google Keyword.
Rechne mit Monaten
Eine neue oder überarbeitete Seite erscheint selten nach Tagen auf den vorderen Plätzen. Rechne mit Wochen bis Monaten und schau in der Search Console nach, ob die Seite für die gewünschten Begriffe überhaupt angezeigt wird.