„Thin Content“ oder: Von der Last, Seiten mit Qualität und Mehrwert zu bestücken

Geschrieben von
Roger Klein
geschlechtsneutrale Anreden auf Webseiten

„Thin Content“, wörtlich übersetzt „dünner Inhalt“, begegnet uns oft unbemerkt im Internet. Manchmal wissen nicht einmal die Betreiber, dass sie Seiten mit minderwertigem Gehalt bereitstellen. Hinter der Anglisierung verbergen sich zudem noch zahlreiche weitere Begriffe: Was ist eine „Bounce Rate“? Gibt es offizielle Richtlinien zum „Quality Rating“? Und was genau hat es mit „Search Engine Optimization“ oder „Ranking“ auf sich? Das alles und mehr erfährst du im nachfolgenden Artikel.

„Thin Content“ bei offiziellem „Hangout“ von Google thematisiert

Nein, es geht nicht ums „Rumhängen“ oder einen „Aushang“, sondern um den Google-Dienst für Videokonferenzen. In einer solchen Konferenz hat am 03. März 2020 ein Google-Webmaster unter anderem anhand eines akuten Beispiels das Thema „Thin Content“ angesprochen. Obwohl ein Homepage-Betreiber innerhalb der Videospielbranche eine reich gefüllte Seite präsentierte, erhielt er offenbar ein bescheidenes Ranking in der Google-Suchmaschine.

Die Ursache war zwar nicht eindeutig — der Webmaster vermutete aber gezielt „Thin Content“ als Auslöser für die schlechte Platzierung. Besagter Betreiber hatte nämlich einen Grossteil der Informationen auf diverse Unterseiten verteilt. Das Ergebnis: 1.500 Unterseiten, die sich inhaltlich stark ähnelten.

Wenig Hilfe für Betroffene?

Wie der Webmaster über Hangouts festhält, existiert von Google kein Tool zur Prüfung und Vermeidung von „Thin Content“. Eine öffentliche Richtlinie gibt es aber: die sogenannte „Quality Rater Guideline„. Damit verpflichten sich Google-Mitarbeiter dazu, Suchergebnisse nach demselben Prinzip zu bewerten:

  • Der Seiteninhalt wird insbesondere auf „User Experience“ geprüft. Leichte Orientierung, vertretbare Werbedichte und kurze Wege zur relevanten Information — das sind Indizien für eine positive Wertung.
  • Kontaktbereich und Aktualität zählen ebenfalls. Ein Impressum muss vorhanden und aktuell sein. Auch bei tief verzweigten Sites muss der Weg zurück zur Hauptseite einfach bleiben.
  • Vertrauen ist im Internet unerlässlich. Je professioneller der Auftritt, desto besser fällt die Bewertung aus.
  • Zuletzt geht es um den Nutzen der Website. Im Vordergrund steht die Intention des Nutzers — er soll so direkt wie möglich ans Ziel kommen.

Unzählige Tools, aber auch für „Thin Content“?

Damit ist nicht gesagt, dass Betreibern keine Mittel zur Verfügung stehen. Neben Tutorials, Leitfäden und kostenloser Software für Bildoptimierung oder Impressum-Erstellung gibt es Google-eigene Tools wie „Search Console“ und „Analytics“.

Anbieter zur Homepage-Erstellung werben damit, mit ihrem Produkt ein hohes Google-Ranking zu erzielen — ob gratis oder kostenpflichtig. Wie verlässlich dieser Erfolg garantiert werden kann, bleibt dabei meist offen. Die Bewertung liegt letztlich bei Google selbst.

Offizielle Tools, die sich gezielt mit „Thin Content“ befassen, gibt es trotzdem nicht. Gelegentlich leiden Betreiber trotz gewissenhafter Einhaltung der Richtlinien unter einer hohen „Bounce Rate“ — Nutzer besuchen die Seite einmal und kommen nicht wieder. Das Google-Tool „Analytics“ hilft dabei, den Datenverkehr zu analysieren und Schlüsse zu ziehen.

„Thin Content“ bleibt damit aber unabgedeckt. Auch die „Search Console“ schützt nicht nachhaltig vor Fehlern dieser Art. Sie liefert zwar nützliche Auswertungen zu „Search Engine Optimization“ (SEO), mit dem eigentlichen Seiteninhalt befasst sie sich nicht.

Der Mehrwert macht’s – effektive Lösungen zur Vermeidung von „Thin Content“

Viele Betreiber können oder wollen sich keine kostenpflichtige Unterstützung leisten. Die kostenlosen Tools reichen in vielen Fällen aus, um sich in der Suchmaschine zu behaupten. Ein paar Punkte, die deiner Website inhaltlich weiterhelfen:

  • Unterseiten sind prinzipiell sinnvoll — aber nur, wenn sie eine Daseinsberechtigung haben. Genau dieser Aspekt wurde in der Hangouts-Bewertung moniert. Qualität schlägt Quantität. Behandeln mehrere Unterseiten dasselbe Thema, fass die Inhalte auf einer zusammen.
  • Auch die Verwendung von Keywords hat ihre Berechtigung. Mehr ist aber nicht besser — häufige Wiederholungen gelten als Zeichen minderer Textqualität. „Keyword-Stuffing“ sollte vermieden werden. Auch dazu gibt es kostenlose Google-Tools.
  • Jede Homepage ein Unikat: Achte auf „Unique Content„. Selbst die beste Website bekommt eine schlechte Wertung, wenn Kopien davon im Umlauf sind. Die „Search Console“ bietet dazu Hilfestellungen.
  • Da sich Google-Rater an die genannten Richtlinien halten, solltest du das ebenso tun. Sei sparsam mit Werbung, halte deine Homepage aktuell und liefere dem Nutzer genau das, was er bei einem Besuch erwartet.
  • Der Selbsttest — schau dir deinen Auftritt einmal aus Nutzerperspektive an: Wie schnell komme ich ans Ziel, wie viele Klicks brauche ich? Lassen sich die Texte gut lesen, treffen sie die Zielgruppe? Wirkt der Anbieter seriös, und wie erreiche ich ihn bei Bedarf?

Und selbst wenn all diese Tipps deine Website noch nicht auf die vorderen Ranking-Plätze bringen — von Nichts kommt Nichts, und das Internet ist ein schnelllebiges Medium. Bleib auf dem Laufenden und nutze die Möglichkeiten, die dir offenstehen.

Tags: ContentGoogle
Über die Autor:in

Roger Klein

Geschäftsführer dataloft GmbH. WordPress seit Version 3, Frauenfeld. Verantwortet bei dataloft Strategie, Architektur und KI-Integration. Baut mit Mattes und Elena rundum.dog, die grösste deutschsprachige Hunde-Wissensplattform.

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