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Virtuelle Influencer – der Marketing-Trend der Zukunft?

Geschrieben von
Miriam Schäfer
virtuelle Influencer

Was mit Augmented beziehungsweise virtueller Realität möglich ist, haben wir in früheren Beiträgen beleuchtet. Marketer setzen zunehmend auf computerisierte Modelle, um ihre Werbebotschaften zu verbreiten. Sogenannte virtuelle Influencer sorgen dafür, dass Reichweite und Wirkung der eigenen Werbung steigen. Der Trend bleibt trotzdem umstritten.

Virtuelle Influencer

Aus Fiktion wird Realität: das digitale Zeitalter ermöglicht, mithilfe von Robotern oder reinen Animationen lebensechte Charaktere zu erschaffen. Viele im Netz kursierende virtuelle Influencer sind kaum noch von echten Menschen zu unterscheiden. Oft dient eine reale Vorlage – etwa ein Model oder eine bekannte Person – als Grundlage.

Der Begriff Influencer wurde besonders im Social-Media-Marketing bekannt. Es handelt sich um Personen mit Einfluss: starke Präsenz in sozialen Medien, hohes Ansehen in ihrer Community.

Mit der nötigen Software wird aus einem Standbild – etwa einer Fotografie – ein dreidimensionales Modell, bei Bedarf sogar eine ganze Videosequenz.

Beispiele für virtuelle Influencer im Marketing

Ein Online-Tool zur Messung von Interaktionsraten zeigte, dass virtuelle Influencer teilweise ein deutlich grösseres Engagement erzielen. Wenig überraschend: Sie haben immer Zeit. Neue Beiträge täglich? Kein Problem, wenn kein Mensch dahintersteckt.

Kentucky Fried Chicken erweckte den verstorbenen Colonel Sanders, Gründer der Fast-Food-Kette, als virtuellen Influencer zu neuem Leben. Mit dem lebensecht animierten Abbild startete KFC diverse Marketing-Kampagnen – allein auf Instagram über 100 Millionen Mal ausgespielt.

Grosse Modelabel wie Calvin Klein setzen ebenfalls auf virtuelle Influencer. Eines ihrer 3D-Modelle hat zwei Millionen Follower. Das Modell war so erfolgreich, dass es kurzerhand ein eigenes Label gründete.

Der Trend setzt sich durch

Anfang des Jahres fand in Las Vegas die weltweit grösste Technikmesse statt. Ein Samsung-Tochterunternehmen stellte dort eine Technik zur Modellierung virtueller Influencer vor: Eine Software verwandelt echte, menschliche Bewegungen in animierte 3D-Aufnahmen.

Auch in Social Media gibt es bereits ähnliche Ansätze – nimm nur Facebooks Feature für Avatare. Technisch noch bescheiden, findet es aber enorm grossen Zuspruch in der Community.

Verbindet man die Möglichkeiten von Augmented Reality mit virtuellen Influencern, entstehen Perspektiven im Marketing, die heute kaum absehbar sind.

Unsere Meinung zu virtuellen Influencern

Werden sie irgendwann das herkömmliche Marketing ersetzen? Wenn wir daran denken, wie viele Arbeitsplätze dieser Trend betreffen könnte, kommen einem ungute Gedanken. Virtuelle Influencer sind eine interessante technische Entwicklung – und sie sparen Zeit und unter Umständen auch Kosten.

Sowohl im Marketing als auch im echten Leben darf unserer Meinung nach eines jedoch nie fehlen: die Menschlichkeit. Wir setzen – nicht nur in diesem Blog – daher weiterhin auf echte Arbeit von echten Menschen.

Themen: Online-MarketingSocial MediaTechnologien

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Erstellt und betreut Fachinhalte für dataloft zu Datenschutz, Online-Recht, KI und digitalen Trends. Verantwortlich für Content, Redaktion und Social Media bei rundum.dog.

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