Einen Webshop zu erstellen, scheint heutzutage einfacher denn je. Unzählige Anbieter bieten deinen Produkten, teils sogar kostenfrei, einen Platz für den Vertrieb. Doch beim Erstellen und Betreiben eines Webshops hört es noch lange nicht auf. Wir schauen uns an, welche Inhalte der erfolgreiche Online-Shop noch aufweisen sollte.
Vorbereitung: Vor dem Erstellen des Webshops
Zuerst kommt es auf die Wahl des richtigen Anbieters an – genauer gesagt: des passenden Providers. Viele Dienste, die den Betrieb einer Domain anbieten, stellen bei Bedarf auch Webshops zur Verfügung. Jeder Webshop braucht, genau wie eine Website, das entsprechende Hosting.
Vor dem Erstellen des Webshops lohnt es sich, schon einmal Gedanken über die spätere Namensgebung zu machen. Abhängig von Angebot, Zielgruppe und deiner Corporate Identity präsentiert dieser Name deine Marke im Internet.
Bei der Anbieterwahl gibt es kein pauschales «richtig» oder «falsch». Wichtig ist, dass du dich vorab eingehend über die jeweiligen Grundlagen und Bedingungen informierst. Manche Anbieter werben mit kostenlosem Service, verlangen dafür aber hohe Gebühren pro Transaktion.
Den Webshop erstellen und einrichten
Viele Provider liefern beim Erstellen des eigenen Webshops bereits Guides mit. Folge, sofern vorhanden, solchen Schritt-für-Schritt-Anleitungen. Jimdo wirbt beispielsweise damit, dass die Erstellung in nur vier Schritten erfolgt.
Wir orientieren uns an diesem Beispiel. Demnach erfordert das Erstellen eines Webshops nur
- die Konto-Erstellung beim gewählten Provider
- Wahl von Design und Layout des Webshops
- Einfügen der Produktpalette inklusive Bilder und Beschreibungen
- Veröffentlichung (der Webshop geht «online»)
Inhalte für die Einrichtung vorbereiten
Ganz so schnell geht es meistens dann doch nicht. Viele Webshop-Betreiber stossen beim Erstellen ihres Marktplatzes an Grenzen, sobald es um die Inhalte geht. Bilder und Produktbeschreibungen sind nämlich nur die Spitze des Eisbergs – unter Wasser verbirgt sich noch weit mehr.
- Wie sieht es mit der Struktur deines Webshops aus? Denk an die Integration von Möglichkeiten zum Suchen und Filtern für die Kunden.
- Die Kategorisierung von Produkten erleichtert die allgemeine Navigation für die Kundschaft erheblich.
- Responsives Design ist beim Erstellen des Webshops ebenso unerlässlich. Im besten Fall shoppen deine Kunden vom Smartphone genauso wie vom heimischen PC aus.
- Sicherheit und Recht nicht vergessen: Auch ein Webshop muss gesetzliche Pflichtangaben enthalten. Dazu gehören ein Impressum, die Datenschutzerklärung sowie Angaben zum Widerrufsrecht.
- Noch einmal zum Thema Datenschutz: Lege vorher genau fest, wie du die Kundendaten schützt. Informiere dich dazu in den in deinem Land geltenden Datenschutzbestimmungen.
- Für zusätzliche Sicherheit empfiehlt sich die Nutzung einer verschlüsselten Verbindung.
- Lege alle angewendeten Vertriebskanäle fest und integriere sie in deinen Webshop.
- Arbeitest du mit weiteren Geschäftspartnern zusammen, beispielsweise für den Warenversand? Auch diese müssen vorab definiert und beauftragt werden.
- Zu den wichtigsten Geschäftspartnern eines Webshop-Betreibers zählen ausserdem Zahlungsdienstleister. Biete in deinem Shop am besten verschiedene Zahlungswege zur Wahl an.
Nach dem Webshop Erstellen: Verfeinerung der Inhalte und Marketing
Sobald dein Webshop online ist, läuft im besten Fall schon vieles von allein. Die ersten Interessenten gelangen auf deine Webseite, stöbern im Angebot und kaufen etwas. In der Realität sieht das aber meist etwas anders aus. Wie werden neue Kunden überhaupt auf den neuen Webshop aufmerksam? Und wie kommunizierst du neue Waren oder zeitlich begrenzte Angebote?
Diese Fragen decken die Anleitungen der Provider zum Erstellen eines Webshops selten ab. Wir liefern dir konkrete Tipps für Marketing-Massnahmen rund um deinen Webshop.
- Inhaltlicher Check: Haben alle deine Produkte ausführliche Beschreibungen mit spezifischen Angaben? Bei Mode zum Beispiel dürfen verfügbare Grössen, Farben und Material nicht fehlen.
- Qualitätscheck: Die Inhalte sollen nicht nur vollständig, sondern auch qualitativ hochwertig sein. Sprich deine Kunden so an, wie es die Zielgruppe erwartet. Achte überall auf Rechtschreibung und Grammatik.
- Authentizität und Echtheit: Gerade bei der Auswahl von Bildern ist das entscheidend. Wenn du mit fremden Bildern arbeitest, beachte das Urheberrecht. Die Wahl eines professionellen Anbieters für Produktfotografie sorgt für mehr Vertrauen in deinen Webshop – und für die nötige Qualität.
- Beschwerden lassen sich meistens nicht ganz vermeiden. Richte eine entsprechende Kontaktadresse ein und leg einen Ansprechpartner fest.
Kundengewinnung für den Webshop
Kommen wir zum Wesentlichen: dem Marketing. Sind deine Inhalte erst einmal optimal angepasst, müssen sie trotzdem noch zur richtigen Zielgruppe.
- Social-Media-Plattformen sind mächtige und meist kostenlose Marketing-Werkzeuge. Leg dich auf allen relevanten sozialen Medien mit einem Geschäftsprofil an, falls noch nicht geschehen.
- Die meisten Plattformen bieten zusätzlich Möglichkeiten zum Schalten von Werbeanzeigen, bezahlte Post-Förderung und erweiterte Tools zur Webanalyse. Nutz sie.
- Im besten Fall kommt der Traffic zu deinem Webshop über eine Suchmaschine. Spring noch einmal zurück zum Schritt «Nach dem Webshop erstellen – Verfeinerung der Inhalte» und pass Produkttexte, Bilder und Co. hinsichtlich SEO an.
- Hast du schon einen Kundenstamm? Dann kontaktiere alle bereits bekannten Kunden und informiere sie über die Eröffnung deines Webshops.
- Werbung durch die Kunden selbst: Nichts überzeugt Interessierte besser als Referenzen anderer Kunden. Schaffe einen Platz oder zumindest die Möglichkeit, Bewertungen für deine Produkte und Dienstleistungen abzugeben. Auch Gästebücher dienen zum freiwilligen Erfahrungsaustausch.
- Auch Belohnungen für Weiterempfehlungen treuer Kunden zahlen sich aus.
- Erreichst du erst einmal einen gewissen Kundenstamm, lohnt es sich zu überlegen, ob ein regelmässiger Newsletter sinnvoll ist.