Wie Werbung gezielt Emotionen einsetzt

Geschrieben von
Roger Klein
Werbung mit Emotionen

Werbespots, die Emotionen auslösen, sind kein Zufall – sie folgen einer Logik. Wer sie versteht, baut Werbung, die im Gedächtnis bleibt. Denn eine Werbung ohne Emotionen ist wie ein Film ohne Musik: technisch korrekt, aber wirkungslos.

Die Frage, die sich Marken heute stellen, lautet nicht «Wie erreiche ich meine Zielgruppe?», sondern: «Warum teilt jemand einen Inhalt überhaupt?» Ein Blick auf die meistgeteilten Inhalte liefert eine klare Antwort: Emotionen. Nicht Rabatte, nicht Features – Gefühle.

Mit Emotionen Menschen bewegen

Lange dominierten humorvolle Spots die Werbewelt. Das Ziel war simpel: Zuschauer zum Lachen bringen, positive Gefühle mit dem Produkt verknüpfen. Ab 2011 änderte sich das. Marken experimentierten mit Traurigkeit – und stellten fest, dass tiefere Emotionen stärker haften.

Wer sich die Daten anschaut, versteht warum: Spots, die Freude, Trauer oder Ironie transportieren, werden deutlich häufiger geteilt und geliked als sachliche Fakten-Werbung. Eine Anzeige, die niemanden berührt, wird auch niemand weiterleiten.

Auf Werbung mit Inhalt setzen

YouTube ist dafür ein gutes Beispiel. Authentische Videos mit echten Menschen erzeugen Nähe – und Nähe erzeugt Bereitschaft zum Teilen. Sobald sich jemand mit dem Gezeigten identifiziert, ist die halbe Arbeit getan.

Genau das ist das Ziel: Inhalte produzieren, die nicht konsumiert, sondern weitergegeben werden. Der Unterschied liegt nicht im Budget, sondern im Gefühl dahinter.

Ads müssen den Kunden direkt ansprechen

Kaufentscheidungen entstehen selten durch rationale Abwägung. Sie entstehen aus dem Bauch heraus. Eine Studie der Nielsen Company aus 2016 zeigt: Marken, die auf emotionalen Content setzen, erzielen bis zu 20 Prozent höhere Umsatzraten.

Storytelling verstärkt das. Eine Geschichte bleibt im Kopf, wo eine Faktenreihe nichts hinterlässt. Sie schafft eine realitätsnahe Verbindung zwischen Produkt und Mensch – ohne zu erklären, sondern durch Erleben zu überzeugen.

Ein Ads Editor kann hier gezielt eingesetzt werden: Werbeanzeigen werden ausgesteuert, sobald jemand ein bestimmtes Keyword in der Google-Suche eingibt. So triffst du deine Zielgruppe dann, wenn sie aktiv sucht. Zusätzlich lässt sich festlegen, bei welchen Begriffen die Anzeigen gerade nicht erscheinen sollen – nützlich, wenn mehrere Kampagnen gleichzeitig laufen.

Ads sind wie Trends – sie kommen und gehen

Übertreibung zahlt sich nicht aus – das gilt auch für Emotionen in der Werbung. Das «Sadvertising», das ab 2011 an Fahrt aufnahm, verlor ab 2017 spürbar an Zugkraft. Abgelöst wurde es unter anderem durch Amazons humorvollen Spot «Alexa Loses Her Voice», der damals zu den meistgesehenen Videos zählte.

Ganz verschwunden ist das Sadvertising trotzdem nicht. Anfang 2018 ging die Anzeige «Just a Boy» viral – die Geschichte eines Jungen, der von seiner Familie im Stich gelassen wurde, brachte es auf knapp 12 Millionen Aufrufe. Ein Spot, der sein Ziel klar erreicht hat.

Authentizität ist der Schlüssel zum Erfolg

Es braucht keine Tränen, um zu berühren. Oft reicht die richtige Mischung. Budweisers Werbehit über eine ungewöhnliche Freundschaft rührte Millionen – obwohl das gar nicht die Absicht war. Das Unternehmen wollte Menschen mit seiner Marke verbinden. Dass es so einschlug, überraschte selbst das Team.

Das ist der Kern von Authentizität: Sie wirkt, ohne zu berechnen.

Was emotionale Werbung trägt

Starke Emotionen und Storytelling funktionieren. Das ist kein neues Wissen – aber es wird in der Praxis noch immer unterschätzt. Dazu kommt: Ein Überraschungsmoment schadet nie. Und die Anzeige muss zur Marke passen, sonst wirkt sie aufgesetzt.

Ein Ads Editor hilft dabei, verschiedene Kampagnen zu koordinieren und gezielt auszusteuern – aber er ersetzt keine Idee, die berührt.

Ob mit Freude, Trauer oder Ironie: Ehrliche Geschichten bleiben. Eine Anzeige, die das Herz nicht erreicht, wird auch nicht geteilt.

Über die Autor:in

Roger Klein

Geschäftsführer dataloft GmbH. WordPress seit Version 3, Frauenfeld. Verantwortet bei dataloft Strategie, Architektur und KI-Integration. Baut mit Mattes und Elena rundum.dog, die grösste deutschsprachige Hunde-Wissensplattform.

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