Content Distribution nach dem PESO-Modell

Geschrieben von
Miriam Schäfer
Content Distribution

Für Content ist nicht nur die Erstellung wichtig, sondern vor allem die gezielte Verteilung. Mit dem PESO-Modell verbreitest du deine Inhalte strukturiert und effektiv.

Was bedeutet Content Distribution?

Content Distribution ist ein eigenständiger Bereich im Online-Marketing. Während sich Content auf jegliche Inhalte im Web bezieht – zum Beispiel auf einer Unternehmenswebseite oder einer Landingpage –, steht Distribution für die gezielte Verbreitung dieser Inhalte. Kurz gesagt: Du musst aktiv dafür sorgen, dass deine Inhalte überhaupt wahrgenommen werden.

Dafür gibt es verschiedene Wege. Ein Content Hub kann dabei ein praktikabler Dreh- und Angelpunkt sein. Ein strukturiertes Rahmenwerk dafür ist das PESO-Modell.

Das PESO-Modell für die Content Distribution

PESO steht für vier Verbreitungsarten:

  1. PAID
  2. EARNED
  3. SHARED
  4. OWNED

Daniel Goodell entwickelte dieses Modell 2008 für den Telekommunikationsdienstleister Nokia. Es hat sich seither weit über diese Branche hinaus im Online-Marketing etabliert.

PAID – Bezahlte Verbreitung von Content

Was sich dahinter verbirgt, ist naheliegend: Du bezahlst dafür, dass bestimmte Kanäle deine Inhalte verbreiten. Dazu zählen Suchmaschinen-Ads, bezahlte Gastbeiträge oder kostenpflichtige Ads auf Social-Media-Plattformen.

EARNED – Verdiente Verbreitung von Content

EARNED heisst verdient – aber wie verdienst du es dir, dass andere deine Inhalte weiterverbreiten? Zuerst musst du auf dich aufmerksam machen und Kontakte knüpfen. Das funktioniert zum Beispiel, indem du selbst als Gastautor Beiträge schreibst und öffentlich anbietest. Oder du suchst gezielt nach Foren und themenverwandten Websites, die externe Inhalte suchen. Mit etwas Recherche wirst du fündig.

SHARED Content Distribution

Geteilte Verteilung – klingt doppelt, ist es fast auch: SHARED steht für geteilte Medien zur Content Distribution, also konkret die sozialen Medien. Wenn du deine Inhalte auf Social Media teilst, verbreiten Leser sie mit etwas Glück weiter. Je mehr Follower du bereits hast, desto besser stehen die Chancen. Manchmal hilft ein direkter Aufruf: Bitte deine Community, den Beitrag aktiv weiterzuteilen.

In der Praxis erweisen sich Hashtags bei der SHARED-Verbreitung übrigens als besonders nützlich.

OWNED – über eigene Kanäle verbreiten

Der Vorteil eigener Medien: Du hast das Hoheitsrecht über Kanäle und Inhalte gleichermassen. Beispiele sind Print-Medien, ein Blog auf deiner Webseite oder dein firmeneigener Newsletter.

OWNED ist der Klassiker unter den Distributionswegen – bringt aber durch die Eigenverantwortung oft entsprechend hohe Zeit- und Kostenaufwände mit sich.

Was ist der beste Weg für die Content Distribution?

Wie bei fast allen Marketing-Modellen – siehe dazu die AIDA-Formel – funktioniert das Gesamtkonzept meist nur, wenn alle Komponenten zusammenspielen. Beim PESO-Modell gibt es jedoch eine Ausnahme: Wenn du über den EARNED-Weg bereits einige verlässliche Quellen gewonnen hast, brauchst du die PAID-Methode nicht zwingend. Das schont das Budget spürbar.

Die OWNED- und SHARED-Komponenten eignen sich besonders gut als Basis – SHARED schon allein deshalb, weil sie kostenlos ist.

Insgesamt lohnt es sich, anfangs etwas Zeit und Aufwand zu investieren, um eine solide Distribution aufzubauen. Ist das einmal erreicht, läuft die Verbreitung deiner Inhalte deutlich leichter als zu Beginn.

Tags: Online-MarketingProjektmanagementSocial Media
Über die Autor:in

Miriam Schäfer

Social Media und redaktionelle Inhaltspflege rundum.dog seit April 2026. Schreibt für dataloft zu Datenschutz, Online-Recht, Social-Media-Trends und KI-Themen.

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