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Erfolg mit den richtigen Worten

Roger Klein · 1. Oktober 2012 · 2 Min. lesen

Erstmals erschienen im Oktober 2012, im Oktober 2026 neu geschrieben.

2012 ging es an dieser Stelle darum, mit welchen Worten eine Website bei Suchmaschinen gefunden wird. Die Antwort von damals, möglichst viele Suchbegriffe im Text unterzubringen, ist überholt. Geblieben ist die Frage nach den richtigen Worten. Sie entscheidet heute darüber, ob ein Besucher versteht, was du anbietest, und ob er sich meldet.

Die Worte deiner Kunden, nicht deine

Jeder Betrieb hat seine Fachsprache. Der Schreiner sagt «Einbaumöbel», die Kundin sucht einen «Schrank nach Mass». Der Treuhänder schreibt «Abschlussberatung», der Kunde will wissen, wer ihm «die Buchhaltung macht».

Verwende das Wort, das deine Kunden brauchen. Du findest es in ihren E-Mails, in Anfragen am Telefon und in den Bewertungen, die sie schreiben. Mit diesem Wort wird auch gesucht. Wie du daraus eine Liste von Suchbegriffen machst, steht im Beitrag Keywords für deine Internetseite.

Konkret statt gross

«Wir bieten massgeschneiderte Lösungen von höchster Qualität» könnte auf jeder Website stehen. Der Satz sagt nichts, was ein Besucher prüfen oder sich merken kann.

Besser ist, was nur für dich stimmt: «Wir bauen Küchen aus Thurgauer Holz und montieren sie selbst.» Eine Zahl, ein Ort oder ein Beispiel wirkt stärker als jedes Eigenschaftswort. Streich aus einem fertigen Text jedes «hochwertig», «individuell» und «professionell»: Meist fehlt danach nichts.

Zuerst sagen, worum es geht

Ein Besucher entscheidet nach wenigen Zeilen, ob er auf der richtigen Seite ist. Die ersten zwei Sätze müssen deshalb drei Dinge klären: was du anbietest, für wen und wo.

Geschichte, Werte und Team haben ihren Platz, aber weiter unten oder auf einer eigenen Seite. Wie du eine Seite als Ganzes aufbaust, beschreibt der Beitrag Kommunikation auf Internetseiten.

Die kleinen Texte zählen am meisten

Am häufigsten gelesen werden nicht die Absätze, sondern Überschriften, Menüpunkte und die Beschriftung von Knöpfen.

  • Eine Überschrift sagt, was im Abschnitt steht. «Unsere Leistungen» ist ein Etikett, «Was wir für Vermieter übernehmen» ist eine Auskunft.
  • Ein Knopf sagt, was nach dem Klick geschieht. «Termin anfragen» ist klarer als «Absenden» oder «Mehr».
  • Ein Link trägt sein Ziel im Text. «Hier klicken» sagt weder Menschen noch Suchmaschinen, wohin er führt.

Selbst schreiben oder schreiben lassen

Niemand kennt deinen Betrieb besser als du. Darum ist ein selbst geschriebener, schlichter Text oft besser als ein glatter, der von aussen kommt. Eine Texterin oder ein Texter lohnt sich, wenn dir die Zeit fehlt oder wenn du nach dem dritten Anlauf noch nicht zufrieden bist.

KI-Assistenten liefern in Sekunden einen sauberen Text. Sie kennen aber weder deine Kunden noch deine Arbeit und greifen darum zu den grossen Worten, von denen oben die Rede war. Gliederung und Korrektur überlässt du ihnen gern, die Aussagen liefert besser du.

Vor dem Veröffentlichen

  1. Lies den Text laut. Wo du stolperst, stolpert auch der Leser.
  2. Gib ihn jemandem, der deine Branche nicht kennt, und frag, was du anbietest.
  3. Streich den ersten Absatz probeweise. Oft beginnt der Text erst im zweiten.
  4. Prüf, ob am Ende steht, was der Leser als Nächstes tun kann.
Roger Klein Geschäftsführer dataloft GmbH. WordPress seit Version 3, Frauenfeld. Verantwortet bei dataloft Strategie, Architektur und KI-Integration. Baut mit Mattes und Elena rundum.dog, die grösste deutschsprachige Hunde-Wissensplattform.

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