Rebranding: Umbenennung der Marke birgt Potenzial und Tücken

Geschrieben von
Miriam Schäfer
Rebranding

Manchmal wird es aus den verschiedensten Gründen erforderlich, eine Marke umzubenennen. Dann sind Strategien fürs Rebranding gefragt. Hilft ein neuer Name dabei, Bekanntheit und Erfolg einer Marke zu steigern? Oder ist der Prozess zu riskant, um ihn zu wagen?

Was genau ist Rebranding?

Brand bezeichnet deine Marke. Das Branding ist der Prozess der Markenbildung. Fügen wir das «Re» hinzu, sprechen wir von einer Erneuerung der Markenbildung – oder konkreter: vom Wechsel einer Marke.

Die Ursachen für ein Rebranding sind vielfältig. Eine rein namentliche Änderung reicht aus, um den Prozess auszulösen. Vielleicht kommt der ursprüngliche Markenname einfach nicht so gut an wie erhofft? Oder neue Teilhaber sind dazugekommen, die sich im Namen wiederfinden möchten?

Aus Acrom wurde Dataloft

Anfang letzten Jahres informierten wir unsere Leser und Kunden über unseren Wechsel von Acrom zu Dataloft. Dabei stellten auch wir uns den Herausforderungen des Rebrandings. Wir berichten von unseren Erfahrungen und geben dir Tipps sowie Strategien für ein erfolgreiches, reibungsloses Rebranding.

Die Checkliste fürs Rebranding

Rebranding ist weit mehr als die Umgestaltung des Markennamens. Einfach alles rund um die Marke ist betroffen.

  • die gesamte Corporate Identity
  • Webseite und weitere Internetauftritte, wie etwa Profile und Seiten auf sozialen Plattformen
  • das Markenlogo
  • Logos und Firmenpräsenz auf sämtlichen Printmedien
  • Werbeartikel und -Geschenke

Bevor es losgeht, sollte eine ausführliche Checkliste her, die nichts vergisst. Dazu gehört ein klar definiertes Budget. Das ist gleichzeitig die – selten genutzte – Gelegenheit zum «Ausmisten»: Welche Medien und Artikel haben sich bewährt, welche können weg? Eine gründliche Inventur lohnt sich auch bei der Marke.

Kommunikation des Rebranding

Marketing ohne Kommunikation? Kaum vorstellbar. Beim Rebranding schaffen klare Botschaften die nötige Wirkung – damit die Marke auch unter neuem Namen als solche wahrgenommen wird. Das gilt nicht nur für die Neukundengewinnung: Gerade treue Bestandskunden brauchen eine direkte Mitteilung. Sprich alle definierten Zielgruppen gezielt an – über alle Kanäle: soziale Medien, Mails, Newsletter, Briefe.

Kennzahlen fürs Rebranding

Ohne klar definierte Ziele läuft keine Marketing-Methode. Das gilt auch für die Erneuerung deiner Marke. Doch wie erkennst du, ob du diese Ziele erreichst? Als Beispiel: In der Google-Ads-Hilfe findest du die Impressionen – also wie oft Anzeigen geschaltet wurden.

Wer externe Inspiration sucht, wirft einen Blick in die Google Trends. Gib dort einen Suchbegriff ein, der eng mit deiner Marke verwoben ist – zum Beispiel die passende Kategorie. Du siehst den zeitlichen Verlauf des Interesses, die Aufteilung nach Regionen, verwandte Themen und ähnliche Suchanfragen.

Die erhaltenen Kennzahlen wollen verglichen werden. Orientiere dich bei der Zielsetzung am Vergleichsergebnis – und bleib realistisch. Ein Rebranding ist dann erfolgreich, wenn die Marke nach einem Jahr denselben Bekanntheitsgrad erreicht hat wie vor der Namensänderung.

Kein Wettlauf mit der Zeit!

Erfolg kommt selten über Nacht. Das gilt auch fürs Rebranding. Geschäftspartner und Kunden brauchen Zeit, um sich an die Umstellung zu gewöhnen. Auch die Brand Impressions sind gerade zu Beginn meist wenig aussagekräftig.

Lass dich trotzdem nicht vom Ziel abbringen. Behalte es klar im Auge, schöpfe die Möglichkeiten aus – so schaffst du Vertrauen in deine Marke. Verteile alle Massnahmen geschickt, übertreibe es nicht, und bleib trotzdem am Ball.

Tags: Markenbildung
Über die Autor:in

Miriam Schäfer

Social Media und redaktionelle Inhaltspflege rundum.dog seit April 2026. Schreibt für dataloft zu Datenschutz, Online-Recht, Social-Media-Trends und KI-Themen.

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