Das höchste Marketing-Ziel eines jeden Unternehmens: eine Marke aufbauen, die im Kopf bleibt. Doch wer einen Webshop betreibt, hat nicht dieselben Mittel wie Unternehmen ausserhalb des E-Commerce-Sektors. Wir schauen uns an, wie Markenbildung für Webshops konkret gelingt.
Markenbildung vor allem im E-Commerce wichtig
Der elektronische Handel wird – wie das Internet selbst – schneller und grösser. Wer Waren oder Dienstleistungen erfolgreich verkaufen will, kommt nicht darum herum, mit Digitalisierung und sich ändernden Gewohnheiten Schritt zu halten.
Such- wie auch das Kaufverhalten der Kundschaft unterliegt einer stetigen Dynamik. Stationäre Geschäfte haben es bei der Markenbildung oft leichter – allein durch die örtliche Bindung entsteht eine gewisse Zielgruppe fast von selbst.
Wer ausschliesslich auf den Webshop setzt, für den ist Markenbildung zwangsläufig der allererste Schritt, um auf dem Markt überhaupt anzukommen.
Die Basis der Markenbildung
Wie der Webshop die Basis für deine Verkäufe ist, so gibt es auch für die Markenbildung mehrere Säulen, auf denen Strategien aufbauen. «Vor» der Marke stehen dabei vier Stützpfeiler.
- Die Idee: Hinter jeder Geschäftsgründung steht eine Idee, eine Inspiration. Was hat dich dazu veranlasst, dein Unternehmen zu gründen? Was genau ist deine Geschäftsidee? Es gilt, diese mit einer ansprechenden Wirkung in die Welt zu kommunizieren.
- Identität und Werte: Um deine Zielgruppe zu finden und letztendlich von dir zu überzeugen, sollten deine Werte mit denen deiner Kundschaft übereinstimmen. Definiere deine Prioritäten. Welche Projekte unterstützt oder verfolgst du selbst?
- Die Stimme deiner Marke: Der Marke eine eigene Stimme zu geben ist genauso unerlässlich. Dafür gibt es verschiedene Wege – etwa das Voice of Customer Prinzip. Wenn du mehrere Mitarbeitende beschäftigst, ist auch Employee Advocacy eine nützliche Strategie.
- Das Logo deiner Corporate Identity: Ein Logo spiegelt die Identität deiner Marke bildlich. Mit einem durchdachten Logo-Design schaffst du Wiedererkennung und stärkst die Markenbildung.
Viele Wege für die erfolgreiche Markenbildung
Genau wie viele Wege nach Rom führen, leiten auch unzählige Pfade zur erfolgreichen Markenbildung. Nachfolgend nur auszugsweise einige der wirksamsten Strategien.
Machen Sie den Unterschied
Kennst du den Slogan «Making the difference»? Er wurde von so vielen Unternehmen in so vielen Variationen verwendet, dass kaum noch bekannt ist, wer ihn ursprünglich geprägt hat. Genau darum geht es bei erfolgreicher Markenbildung: sich von der Konkurrenz abheben. Fang beim Design an. Setz deinen Fokus auf Qualität statt Quantität – so hebst du die Vorteile deiner Produkte, Dienstleistungen und deiner Marke hervor.
Beständigkeit
Stammkunden, die immer wiederkommen – wer möchte das nicht? Damit deine Kundschaft beständig zurückkommt, musst du selbst beständig sein. Das heisst: die Treue deiner Kunden erwidern. Tritt stets kundenorientiert auf. Mach keine Abstriche im Kundenservice.
Orientierung auf die Zielgruppe
Um Stammkunden zu gewinnen, musst du deine Zielgruppe finden, bedienen und kennen. (Re)targeting-Methoden helfen dir herauszufinden, welche Zielgruppe für dich in Frage kommt. Verschiedene Analyse-Methoden dienen dazu, den Bedarf der Zielgruppe laufend zu verstehen. Befass dich eingehend mit den Wünschen und Problemen deiner Kunden. Setz personalisierte Marketing-Mittel ein und biete einen zuverlässigen Support.
Eine Customer-Experience schaffen
Verschaff deinen Kunden ein einzigartiges Erlebnis im Webshop. Das beginnt mit verständlicher Bedienbarkeit und endet bei der Auswahl der Bezahlverfahren. Ein durchdachtes Webdesign gehört genauso dazu. Sorge für übersichtliche Navigation und füll den Webshop, wo möglich, mit zusätzlichen Inhalten. Ein Blog versorgt deine Kunden mit Ratgebern rund um deine Produkte. Platz für Gästebucheinträge oder Bewertungen kommt ebenfalls gut an.
Storytelling
Der Storytelling-Ansatz ist ein bewährtes Mittel im Marketing – nicht nur für die Markenbildung. Erzähl deine Geschichte! Eine «Über uns»-Seite darf im Webshop nicht fehlen. So gibst du nicht nur dir selbst, sondern auch deiner Marke eine Identität, eine Stimme und ein Gesicht. Halte deine Zielgruppe auch auf Social-Media-Kanälen auf dem Laufenden.
Der gute Zweck
Bestimmt gibt es etwas, wofür deine Zielgruppe Feuer und Flamme ist. Wenn dabei noch etwas für den guten Zweck abspringt, umso besser. Die Möglichkeiten sind vielfältig: Unterstütze einen gemeinnützigen Verein in deiner Gemeinde und kommuniziere das nach aussen. Spendet einen Teil der Gewinne an wohltätige Organisationen. In solchen Empfängerkreisen finden sich oft auch Influencer. Wer gibt, erhält etwas zurück – und wohltätige Aktionen steigern das Ansehen deiner Marke.
Werbung
Nicht nur die «Menge macht’s», sondern auch das Medium. Statt den Webshop mit Werbebannern zu überladen – was Ladezeiten verlängert und Besucher nervt –, verpack Werbung in andere Formate. Gastbeiträge verschaffen dem Webshop zusätzlichen Content. Ansehnliche Videos auf Social Media, in denen der Markenname organisch auftaucht, sind eine ebenso gute Alternative. Hashtags in Posts steigern auf einigen Kanälen die Reichweite spürbar. Auch wenn du mit Followern, Likes oder Klicks nicht die Millionenmarke knackst – richte Werbung konsequent auf deine Zielgruppe aus. Die treuen Follower, auch im kleinen Kreis, werden es dir danken.