Erstmals erschienen im März 2014, im Oktober 2026 neu geschrieben.
Marketing ist alles, was ein Unternehmen tut, damit die richtigen Leute sein Angebot kennen, verstehen und kaufen. Werbung gehört dazu, ist aber der kleinere Teil. Der grössere passiert vorher: Du entscheidest, was du anbietest, für wen und zu welchen Bedingungen.
Die vier P
Das bekannteste Modell stammt von 1960 und teilt Marketing in vier Felder. Im Englischen beginnen alle mit P.
- Produkt (Product). Was du anbietest und welches Problem es löst.
- Preis (Price). Was es kostet und wie du abrechnest.
- Vertrieb (Place). Wo und wie man es bekommt: im Laden, im Webshop, auf Termin.
- Kommunikation (Promotion). Wie die Leute davon erfahren. Hierhin gehören Werbung, Website, Newsletter und Social Media.
Das Modell ist alt und trotzdem nützlich. Wenn sich etwas nicht verkauft, liegt es selten nur an der Werbung. Eine Anzeige rettet kein Angebot, das niemand braucht, und keinen Laden, den niemand findet.
Für wen ist dein Angebot
«Alle» ist keine Zielgruppe. Eine Hundeschule in Frauenfeld richtet sich nicht an sämtliche Hundehalter der Schweiz. Sie richtet sich an Leute, die höchstens eine halbe Stunde entfernt wohnen und gerade einen Welpen bekommen haben.
Aus dieser Eingrenzung folgt fast alles andere: welche Wörter auf der Website stehen, in welchem Ort du gefunden werden willst und ob sich ein Inserat im Dorfblatt mehr lohnt als eine Kampagne auf Instagram.
Wo ein kleines Unternehmen anfängt
- Das Angebot in einem Satz. Wenn du nicht in einem Satz sagen kannst, was du für wen machst, kann es auch kein Kunde weitererzählen.
- Eine Website, die diesen Satz beantwortet. Was bietest du an, für wen, wo, und wie erreicht man dich. Mehr braucht die Startseite nicht.
- Ein gepflegtes Unternehmensprofil bei Google. Wer nach einem Betrieb in der Nähe sucht, sieht zuerst die Karte mit Öffnungszeiten und Bewertungen.
- Ein Kanal, den du durchhältst. Ein Newsletter oder ein soziales Netzwerk, nicht fünf. Welches Netzwerk zu wem passt, steht im Beitrag Was ist Social Media.
- Die Kunden, die du schon hast. Eine Empfehlung kostet nichts und wiegt oft mehr als eine Anzeige. Frag zufriedene Kunden um eine Bewertung.
Online und offline gehören zusammen
Wer dich am Marktstand kennenlernt, sucht dich am Abend im Netz. Wer dein Inserat sieht, tippt deinen Namen bei Google ein. Darum gehört auf jeden Flyer, jede Rechnung und jedes Firmenauto dieselbe Adresse, derselbe Name und dieselbe Aussage wie auf der Website.
Die Trennung in Print, Online und Social Media ist eine Sache der Agenturen. Für deine Kunden ist es ein einziger Auftritt.
Woran du merkst, ob es wirkt
Miss wenig, aber regelmässig.
- Wie viele Anfragen kommen pro Monat?
- Woher kommen sie? Frag neue Kunden, wie sie dich gefunden haben. Diese eine Frage ersetzt manche Auswertung.
- Wie viele Leute kommen über Google auf die Website und mit welchen Suchbegriffen? Das zeigt die Google Search Console kostenlos.
Wer es genauer wissen will, richtet eine Webanalyse ein. Wie das geht, steht im Beitrag Google Analytics einbinden.
Was Marketing nicht ist
Marketing ist kein Trick, mit dem sich ein mittelmässiges Angebot schönreden lässt. Es macht ein Versprechen, und das Angebot muss es halten. Verspricht das Marketing mehr, kommt der Kunde genau einmal.