Zum Inhalt springen
dataloft
  1. Ratgeber
  2. Auffindbarkeit

Webdesign und SEO

Roger Klein · 22. September 2015 · 2 Min. lesen

Erstmals erschienen im September 2015, im Oktober 2026 neu geschrieben.

Webdesign und SEO werden oft nacheinander bestellt: erst die schöne Website, dann die Suchmaschinenoptimierung. Das geht fast immer schief, weil ein grosser Teil dessen, was über die Auffindbarkeit entscheidet, beim Gestalten festgelegt wird. Wer es dort versäumt, baut später um.

Struktur kommt vor Gestaltung

Bevor jemand eine Farbe wählt, muss klar sein, welche Seiten es gibt und wovon jede handelt. Eine Seite, ein Thema. Wer drei Leistungen anbietet, braucht drei Seiten und nicht eine einzige mit drei Absätzen.

Daraus ergeben sich die Navigation und die Adressen der Seiten. Beides lässt sich später nur mit Aufwand ändern, weil jede geänderte Adresse eine Weiterleitung braucht. Wie du herausfindest, welche Themen eine eigene Seite verdienen, steht im Beitrag Keywords für deine Internetseite.

Überschriften sind Gliederung, nicht Dekoration

Suchmaschinen lesen den Code, nicht das Bild. Eine Zeile ist erst dann eine Überschrift, wenn sie im HTML so ausgezeichnet ist, egal wie gross und fett sie aussieht.

  • Jede Seite hat genau eine Hauptüberschrift. Sie sagt, worum es geht.
  • Zwischentitel gliedern den Text in der richtigen Reihenfolge.
  • Text steht als Text auf der Seite und nicht in einem Bild.
  • Bilder tragen einen Alternativtext, der beschreibt, was zu sehen ist.
  • Jede Seite hat einen eigenen Seitentitel. Mehr dazu im Beitrag Title-Tag einer Webseite.

Das alles hilft auch Menschen, die eine Website mit dem Bildschirmleser nutzen. Barrierefreiheit und SEO verlangen an vielen Stellen dasselbe.

Tempo ist eine Designentscheidung

Ein Video im Kopf der Startseite, fünf Schriften, ein Schieberegler mit acht Bildern: Jede dieser Entscheidungen kostet Ladezeit. Google misst das Tempo mit den Core Web Vitals und lässt es in die Bewertung einfliessen.

Die grössten Hebel liegen beim Gestalten: Bilder in der Grösse ausliefern, in der sie gezeigt werden. Wenige Schriften, am besten vom eigenen Server oder gleich die Systemschrift. Keine Effekte, die das Layout beim Laden verschieben.

Zuerst das Handy

Google bewertet eine Website anhand ihrer mobilen Version. Was dort fehlt, zählt nicht. Ein Entwurf, der am grossen Bildschirm entsteht und am Schluss für das Handy zusammengeschoben wird, hat die Reihenfolge verkehrt.

Praktisch heisst das: Der Entwurf beginnt beim schmalen Bildschirm. Was dort keinen Platz hat, ist oft auch am grossen entbehrlich. Die Grundlagen stehen im Beitrag Was ist responsives Design.

Was das CMS abnimmt und was nicht

Ein Redaktionssystem wie WordPress liefert vieles mit: saubere Adressen, eine Sitemap, Bilder in mehreren Grössen. Felder für Seitentitel und Beschreibung ergänzt ein SEO-Plugin. Das ist eine gute Grundlage.

Die Entscheidungen nimmt es dir nicht ab. Ein überladenes Theme mit dreissig Plugins ist auch in WordPress langsam, und eine Seite ohne klares Thema wird auch mit dem besten SEO-Plugin nicht gefunden.

Messen, was es gebracht hat

Ob die Arbeit wirkt, zeigt die Google Search Console kostenlos: Bei welchen Suchanfragen erscheint die Website, auf welchem Platz, wie oft wird geklickt. Kostenpflichtige Werkzeuge wie XOVI, mit dem wir arbeiten, zeigen zusätzlich den Verlauf über die Zeit und den Vergleich mit Mitbewerbern.

Schau nach einem Umbau frühestens nach zwei, drei Monaten nach. Suchmaschinen brauchen einige Wochen, bei grossen Websites länger, bis sie eine neue Struktur verarbeitet haben.

Roger Klein Geschäftsführer dataloft GmbH. WordPress seit Version 3, Frauenfeld. Verantwortet bei dataloft Strategie, Architektur und KI-Integration. Baut mit Mattes und Elena rundum.dog, die grösste deutschsprachige Hunde-Wissensplattform.

Weiterlesen